Polizeiberichte Freitag, 13.08.2021

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Beispielbild (Kleve, Juli 2014) || FOTO: Sebastian Wessels

Zwei schwer verletzte Personen nach einem Verkehrsunfall
ISSUM-SEVELEN. Am Freitagmorgen (13. August 2021) gegen 10.25 Uhr kam es auf der Hoerstgener Straße in Höhe des Letmannsdyck zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 84-jähriger Mann aus Rheurdt beabsichtigte von dem Letmannsdyck nach links auf die Hoerstgener Straße in Richtung Sevelen abzubiegen, als es auf der Hoerstgener Straße zum Zusammenstoß mit dem bevorrechtigten Renault eines 47-jährigen Mannes aus Kamp-Lintfort kam. Der Fahrer des Renault Captur war auf der Hoerstgener Straße in Richtung Hoerstgen unterwegs, als er dem Mercedes nicht mehr ausweichen konnte und gegen die linke Seite des Vito prallte. Vor einem Baum auf der gegenüberliegenden Straßenseite kam das Fahrzeug schließlich zum Stehen. Beide Fahrer verletzten sich schwer. Der 47-Jährige wurde mittels Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen, der 84-Jährige musste mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Einsatzkräfte sperrten die Unfallstelle während der Unfallaufnahme ab. Zur Klärung des Unfallherganges wurde ein Sachverständiger hinzugezogen, beide Fahrzeuge wurden sichergestellt. 

Vermeintliche Schwiegertochter benötigt Geld nach Unfall – 73-Jährige erkennt Betrugsversuch
KEVELAER. Eine bislang unbekannte Frau rief am Donnerstag (12.08.21) mehrfach eine 73-jährige Frau aus Kevelaer an und gab sich als ihre Schweigertochter aus. Angeblich sei sie in einen schweren Unfall verwickelt und benötige nun 25000 Euro. Die 73-Jährige sagte der vermeintlichen Schweigertochter ihre Hilfe zu und hatte bereits Geld abgehoben, als ein Erneuter Anruf der vermeintlichen Schwiegertochter sie misstrauisch machte. Kurzerhand rief die Kevelaerin ihren Sohn an, der ihr versicherte, dass seine Frau nicht angerufen hatte. Glücklicherweise handelte die 73-Jährige richtig und konnte so größeren finanziellen Schaden verhindern. Enkeltrick, falsche Polizisten, angebliche Microsoft-Mitarbeiter, Schockanrufe – in regelmäßig erreichen die Polizei im Kreis Kleve Anzeigen zu Betrugsversuchen am Telefon. In manchen Fällen kombinieren die Täter sogar verschiedene Maschen um Druck auszuüben und ihr Opfer zu überzeugen. So übergibt, zum Beispiel, ein angeblicher Verwandter, der sich in einer Notlage befindet, ein Gespräch auch an einen vermeintlichen Polizisten oder Staatsanwalt, der die angebliche Notlage bestätigt. Die Polizei warnt: Geben Sie keine persönlichen Informationen wie Bankdaten am Telefon preis! Seien Sie misstrauisch, wenn Sie jemand am Telefon oder per Whatsapp um Geld bittet! Übergeben Sie kein Geld oder Wertgegenstände an Ihnen unbekannte Personen! Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, dann informieren Sie sofort die Polizei unter 110 oder, wenn möglich, Verwandte. Ein Apell der Polizei richtet sich auch an jüngerer Angehörige: Klären Sie Ihre lebensälteren Eltern/Großeltern/Verwandte über die Maschen der Betrüger auf.

Hier noch einmal ein Überblick der gängigen Maschen:

  • Schockanrufe: Die Anrufer schildern, dass ein Verwandter (häufig Sohn/Tochter) einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hat. Um lange Haftstrafen zu verhindern, soll sofort Geld an einen Geldboten der Staatsanwaltschaft gezahlt werden. In abgewandelten Szenarien wird von einer Corona-Infektion gesprochen und die Anrufer erzählen, sie bräuchten Geld für eine Behandlung oder Medikamente
  • Enkeltrick: Die Täter erwecken den Eindruck, ein naher Verwandter (meistens Enkel/ Enkelin/ Neffe/ Nichte) oder guter Bekannter zu sein. Sie täuschen eine finanzielle Notlage vor und bitten Sie kurzfristig um Geld. Sie sollen mit niemandem über den Anruf sprechen.
  • Falsche Polizisten: Die Anrufer geben sich als Polizisten aus und warnen Sie vor einem geplanten Einbruch. Geld und Schmuck wären Zuhause nicht mehr sicher. Bei Ihrer Bank würden Mittäter der Einbrecher arbeiten und auch dort sei Ihr Vermögen in Gefahr.
  • Gewinnversprechen: Die Betrüger versprechen am Telefon hohe Gewinne. Vor einer Gewinnübergabe werden Betroffene aufgefordert, „Bearbeitungsgebühren“ zu zahlen oder Prepaid-Karten für Online-Käufe zu kaufen.
  • Microsoft Mitarbeiter: Das Telefon klingelt und jemand bietet Ihnen ungefragt technische Unterstützung für Ihren Laptop, Computer oder Ihr Tablet an. So wollen sich die Täter Zugriff auf Ihren PC, Ihr Online-Banking oder Paypal-Konto verschaffen.
  • Betrug per Whatsapp: Ein angeblicher Angehöriger (Sohn/Tochter) meldet sich über eine unbekannte Nummer über den Messenger-Dienst und gibt an, das Handy sei defekt. Dann werden Sie gebeten, eine Überweisung an Dritte zu tätigen, da der Angehörige aktuell abgeblich kein Zugriff auf das Online-Banking habe.

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