KLEVE. (Text: STADT-IO) | Es ranken sich die wildesten Gerüchte zwischen Markt und Mittelstreifen: Sind die plötzlich wieder auftauchenden, knallroten Erdbeerbuden an Kleves Straßenecken tatsächlich bloß Verkaufsstellen lokaler Landwirte – oder steckt dahinter etwa eine zuckersüße Marketingkampagne für einen neuen Standort von Karls Erdbeerhof? Der legendäre Freizeitpark mit Kultstatus rund um die kleine rote Frucht betreibt inzwischen über ein Dutzend Standorte – von Mecklenburg bis zur Lüneburger Heide. Ein erster Standort im äußersten Westen der Republik? Das wäre nicht weniger als ein Fruchtwunder!
Kleve scheint prädestiniert für eine derart saftige Investition. Mitten im Grünen, nahe der Landesgartenschau, böte sich eine Erdbeer-Erlebniswelt als geradezu paradiesische Ergänzung an – landschaftsverbunden, familienfreundlich und mit einem Aroma, das selbst skeptischste Nasen in Verzückung versetzt. Denn sind wir ehrlich: Erdbeeren sind nicht nur süß, sie sind ein Lebensgefühl. Eine Vitamin-C-reiche Offenbarung. Eine rotleuchtende Sensation für Augen, Gaumen und Herz.
In einer Stadt, der das Debakel des ambitionierten Weezer Millionenprojekts „Diamonda“ zum Glüük erspart blieb, wäre Karls Erdbeerdorf ein echter Coup – und ein wirtschaftliches „Destinationen-Kapital“, das weit über den symbolischen Preis von 4,99 Euro pro 500-Gramm-Schale hinausreicht.
Ob als knallige Kombination aus Outdoor-Kirmes und Indoor-Abenteuerwelt auf dem Gelände des ehemaligen Baumarkts an der Kalkarer Straße oder als romantisch ländliches Erlebniszentrum am Rande von Warbeyen – vielleicht sogar in charmanter Nachbarschaft zum traditionsreichen Erdbeerhof Arntz – eines ist sicher: Die Region ist bereit für eine neue Ära des Erdbeer-Entertainments!
Bleibt nur die Frage: Wann genau explodiert die Marmeladenbombe der Wahrheit?




