INNENSTÄDTE. (Text: Stadt-IO) | „…so lange die Vermieter horrende Mieten verlangen“ heißt es oft bei der Diskussion rund um Leerstände, Neuvermietungen und dem generellen Besatz von Ladenlokalen, in denen oft mehr Ketten/Filialisten Einzug halten, als kleine Läden von örtlichen Unternehmer/-innen.
Am Beispiel der der Kleinstadt Kleve (~53.500 Einwohner) und aktuell 14 Angeboten im Immobilienportal „Immobilienscout24“ lässt sich eindrucksvoll das Gegenteil beweisen:
14 Objekte sind aktuell gelistet – davon 12 zwischen 60 und 320qm mit einem Quadratmeterpreis von 5,40 € bis 10,84 € | 2 Objekte haben keinen Preis oder sind auf Grund ihrer Größe (12qm, und einer Mietvorstellung von 800 € => 66,67 €) nicht vergleichbar.
Insgesamt ergibt sich ein deutlich nach unten korrigiertes Bild zu 2015 – die Mieten sind teils rund 30-55% günstiger – zudem gibt es in vielen Städten Förderprogramme, welche diese zum Teil auf nur noch 20% senken!
Ladenmieten in Kleinstädten 2015:
Innenstadtlage für 8 bis 22 Euro pro Quadratmeter
In den besten Innenstadtlagen – den sogenannten 1A-Lagen – zahlten Einzelhändler rund 18 bis 22 Euro pro Quadratmeter. Diese Flächen befanden sich meist in den Hauptgeschäftsstraßen mit hoher Kundenfrequenz.
In 1B-Lagen, also Lagen mit weniger Laufkundschaft oder abseits der Haupteinkaufsmeile, lagen die Preise zwischen 10 und 15 Euro. Nebenlagen oder Randbereiche der Innenstadt waren mit 8 bis 10 Euro pro Quadratmeter die günstigere Option – vor allem für Gründer und Nischenkonzepte.
Auch 2015 bestimmten regionale Faktoren wie Kaufkraft, Branchenstruktur und Leerstand das Mietniveau erheblich. Während wirtschaftlich starke Standorte mit touristischer Anziehungskraft teils höhere Mieten forderten, konnten in strukturschwächeren Regionen auch zentrale Lagen vergleichsweise günstig angemietet werden.
Die Verantwortung in erster Linie an dieser Stelle zu suchen, ergibt sich aktuell eher weniger. Vielmehr sind eine Vielzahl an Nebenkosten, die unflexiblen Personalkosten auf Grund starker gesetzlicher Regulierung und insbesondere das veränderte Konsumverhalten (weniger, örtlich verändert, online) der Kunden ein großes Wagnis bei der Entscheidung evtl. ein Geschäft zu eröffnen




