Polizeiberichte Dienstag, 16.11.2021

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Beispielbild (Kleve, Juli 2014) || FOTO: Sebastian Wessels

Einbruch in Gebäude eines Sportvereins
WACHTENDONK. Unbekannte Täter sind in der Nacht von Sonntag auf Montag (15. November 2021) in ein Gebäude auf dem Gelände eines Sportvereins an der Straße Schoelkensdyck eingedrungen. Sie schlugen das Fenster zu einem Büro ein und durchwühlten die Räumlichkeiten nach Diebesgut. Anschließend verschafften die Täter sich auch Zutritt zu der Gaststätte des Vereins. Genaue Angaben zur Beute konnten noch nicht gemacht werden. Die Kripo Geldern erbittet Zeugenhinweise unter Telefon 02831 1250. 

Schockanruf – Aufmerksamer Handwerker verhindert Telefonbetrug
GELDERN. Der Aufmerksamkeit eines 50-jährigen Küchenmonteurs aus Mönchengladbach ist es zu verdanken, dass Telefonbetrüger am Donnerstag (11.11.2021) in Geldern erfolglos blieben. Der 50-Jährige war mit Arbeiten im Hause seiner 66-jährigen Kundin in Geldern beschäftigt, als die Dame ein Telefonat erhielt, welches die 66-Jährige sichtlich beunruhigte. Auf die Nachfrage, ob alles in Ordnung sei, deutete die 66-Jährige an, sie könne nicht darüber sprechen. Als die Frau dann Geld und Schmuck zusammenpackte, das Haus verließ und mit dem Fahrrad wegfuhr, informierte der Monteur die Polizei. Glücklicherweise konnte ein Streifenteam die Dame rechtzeitig abfangen. Unbekannte Täter hatten der 66-Jährigen am Telefon vorgegaukelt, ihre Tochter und ihr Schweigersohn seien in einen schweren Unfall verwickelt und hatten Geld gefordert. Dank des aufmerksamen 50-Jährigen konnte der Betrug aufgeklärt und die Geldübergabe verhindert werden. Schockanrufe, Enkeltrick, falsche Polizisten, angebliche Microsoft-Mitarbeiter – regelmäßig erreichen die Polizei im Kreis Kleve Anzeigen zu Betrugsversuchen am Telefon. In manchen Fällen kombinieren die Täter sogar verschiedene Maschen um Druck auszuüben und ihr Opfer zu überzeugen. So übergibt zum Beispiel ein angeblicher Verwandter, der sich in einer Notlage befindet, ein Gespräch auch an einen vermeintlichen Polizisten oder Staatsanwalt, der die angebliche Notlage bestätigt. Die Polizei warnt: Geben Sie keine persönlichen Informationen wie Bankdaten am Telefon preis! Seien Sie misstrauisch, wenn Sie jemand am Telefon oder per Whatsapp um Geld bittet! Übergeben Sie kein Geld oder Wertgegenstände an Ihnen unbekannte Personen! Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, dann informieren Sie sofort die Polizei unter 110 oder, wenn möglich, Verwandte. Ein Apell der Polizei richtet sich auch an jüngerer Angehörige: Klären Sie Ihre lebensälteren Eltern/Großeltern/Verwandte über die Maschen der Betrüger auf.

Hier noch einmal ein Überblick der gängigen Maschen:

– Schockanrufe: Die Anrufer schildern, dass ein Verwandter (häufig Sohn/Tochter) einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hat. Um lange Haftstrafen zu verhindern, soll sofort Geld an einen Geldboten der Staatsanwaltschaft gezahlt werden. In abgewandelten Szenarien wird von einer Corona-Infektion gesprochen und die Anrufer erzählen, sie bräuchten Geld für eine Behandlung oder Medikamente
– Enkeltrick: Die Täter erwecken den Eindruck, ein naher Verwandter (meistens Enkel/ Enkelin/ Neffe/ Nichte) oder guter Bekannter zu sein. Sie täuschen eine finanzielle Notlage vor und bitten Sie kurzfristig um Geld. Sie sollen mit niemandem über den Anruf sprechen.
– Falsche Polizisten: Die Anrufer geben sich als Polizisten aus und warnen Sie vor einem geplanten Einbruch. Geld und Schmuck wären Zuhause nicht mehr sicher. Bei Ihrer Bank würden Mittäter der Einbrecher arbeiten und auch dort sei Ihr Vermögen in Gefahr.
– Gewinnversprechen: Die Betrüger versprechen am Telefon hohe Gewinne. Vor einer Gewinnübergabe werden Betroffene aufgefordert, „Bearbeitungsgebühren“ zu zahlen oder Prepaid-Karten für Online-Käufe zu kaufen.
– Microsoft Mitarbeiter: Das Telefon klingelt und jemand bietet Ihnen ungefragt technische Unterstützung für Ihren Laptop, Computer oder Ihr Tablet an. So wollen sich die Täter Zugriff auf Ihren PC, Ihr Online-Banking oder Paypal-Konto verschaffen.
– Betrug per Whatsapp: Ein angeblicher Angehöriger (Sohn/Tochter) meldet sich über eine unbekannte Nummer über den Messenger-Dienst und gibt an, das Handy sei defekt. Dann werden Sie gebeten, eine Überweisung an Dritte zu tätigen, da der Angehörige aktuell angeblich kein Zugriff auf das Online-Banking habe.

Unfallflucht nach Spiegelkollision – Fahrer eines Kleinbusses gesucht
EMMERICH-BORGHEES. Am Samstag (13. November 2021) gegen 11:50 Uhr war ein Autofahrer mit seinem schwarzen VW Multivan auf der Hüthumer Straße in Richtung Kesselderweg unterwegs. In einer Rechtskurve kam ihm seinen Angaben nach ein anderer schwarzer Kleinbus entgegen, der mittig der Fahrbahn fuhr. Trotz Ausweichmanövers des VW-Fahrers stießen die beiden linken Außenspiegel der Fahrzeuge aneinander, wobei der Spiegel des VW beschädigt wurde. Der VW-Fahrer und auch der andere beteiligte Fahrer hielten an. Letzterer setzte dann jedoch seinen Weg unvermittelt in Richtung Hassentweg fort, ohne Angaben zu seiner Person zu machen. Zeugen werden daher gebeten, sich bei der Polizei Emmerich unter 02822 7830 zu melden.

Diebstahl aus PKW – Scheibe eingeschlagen
KEVELAER. Unbekannte Täter haben am Montag (15. November 2021) zwischen 15:30 und 15:50 Uhr auf der Venloer Straße die Seitenscheibe eines Opel Astra eingeschlagen. Der Wagen war in Höhe der Hausnummer 117 auf einem Parkstreifen abgestellt. Die Diebe entwendeten einen Rucksack aus dem Wagen, der unter dem Beifahrersitz verstaut war. Zeugenhinweise nimmt die Kripo Goch unter 02823 1080 entgegen.

Trunkenheit am Steuer – PKW beschädigt Schaufenster
KRANENBURG. Eine zerstörte Schaufensterscheibe war am Samstagabend (13. Dezember 2021) das Ergebnis eines missglückten Einparkversuchs unter Alkoholeinfluss. Ein 23-Jähriger wollte gegen 23:30 Uhr seinen Audi in einer Parkbucht am Straßenrand der Großen Straße abstellen. Mit ihm im Auto waren zwei Beifahrer. Im Rückwärtsgang geriet der junge Mann mit dem Wagen jedoch gegen das untere Schaufenster einer Fahrschule, welches zu Bruch ging. Da die hinzugerufenen Polizeibeamten unter anderem einen schwankenden Gang bei dem 23-Jährigen erkannten, führten sie einen freiwilligen Atemalkoholtest durch, der positiv ausfiel. Auf der Wache wurde ihm eine Blutprobe entnommen, seinen Führerschein musste der junge Mann vorerst abgeben. Ihn erwartet ein Strafverfahren.

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