Rebecca Woszidlo (li) und Lisa Syberg freuen sich über neue Kolleg:innen im Bereich der Freizeitbegleitung des FuD. Foto: Lebenshilfe Unterer Niederrhein e.V.

Der Familienunterstützende Dienst der Lebenshilfe Unterer Niederrhein sucht im Kreis Kleve Übungsleiter zur Freizeitgestaltung und -begleitung von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen – eine attraktive Nebenverdienstmöglichkeit, die keine besondere Qualifikation voraussetzt.

KREIS KLEVE. Schwimmen, ein Kinobesuch oder gemeinsam Spazierengehen – beliebte Freizeitaktivitäten, bei der sich jeder über eine Begleitung freut. Auch Menschen mit Handicap wünschen sich dafür jemanden an ihrer Seite. Rebecca Woszidlo macht genau dies seit sieben Jahren. Sie ist Freizeitbegleiterin beim Familienunterstützenden Dienst (FuD) der Lebenshilfe Unterer Niederrhein. „Ich war auf der Suche nach einer Nebentätigkeit“ erzählt sie. „Von meiner Schwägerin habe ich dann von diesem Angebot des FuD gehört, für den sie als Haushaltshilfe tätig war.“ Nach dem ersten Vorstellungsgespräch ging alles ganz schnell. „Ich habe unmittelbar danach meine erste Klientin kennengelernt“, blickt Rebecca Woszidlo zurück. „Die Chemie zwischen uns stimmte sofort und bis heute besuche ich die ältere Dame einmal wöchentlich. Wir unternehmen dann zusammen Dinge wie Eis essen, einkaufen oder einfach Busfahren. Sie entscheidet.“

Doch bei dieser einen Klientin blieb es nicht. Schon bald war Rebecca Woszidlo eine beliebte Unterstützung in der Ferienbetreuung oder sie sprang als Intergrationskraft in Kitas und Schulen ein. „Der Vorteil ist einfach, dass man als Freizeitbegleiter sehr flexibel tätig werden kann“, erzählt sie. „Ich kann mir meine Einsatzzeiten aussuchen, gehe keine Verpflichtungen ein und kann aus einem großen Pool an vielfältigen Einzel- oder Gruppenangeboten auswählen.“ Vom gemeinsamen Backen und Kochen, über Gesellschaftsspiele, Konzertbesuche oder Shoppingtouren bis hin zu Zoo- oder Freizeitparkbesuchen ist alles möglich und denkbar. Das bestätigt auch Lisa Syberg, Koordinatorin des FuD Emmerich: „Grundvoraussetzungen sind einfach eine positive Einstellung gegenüber Menschen mit Handicap, Freude an dieser Tätigkeit sowie viel Einfühlungsvermögen – ansonsten kann sich jeder entsprechend seiner Stärken, Ideen und Vorlieben einbringen.“

Rebecca Woszidlo genießt es, andere Menschen zu begleiten, da es so abwechslungsreich ist und viel Spaß macht. „Die Arbeit mit Kindern macht mich am glücklichsten“, verrät die 42-Jährige. „Hätte ich diese Erfahrung schon früher gemacht, wäre vielleicht mein beruflicher Weg ein anderer geworden.“ Übungsleiter oder besser gesagt Freizeitbegleiter bei der Lebenshilfe kann im Prinzip jeder werden – Alter und Geschlecht spielen keine Rolle. „Ich kann diese Tätigkeit nur jedem empfehlen“, versichert Rebecca Woszidlo. „Man ist nie zu alt, um etwas Neues anzufangen und die Dankbarkeit und Freude auf der anderen Seite ist einem gewiss.“ Bei der Tätigkeit handelt es sich übrigens um eine sozialversicherungs- und steuerfreie Tätigkeit mit angemessener Aufwandsentschädigung.

Wer bisher noch keine Erfahrungen oder Berührungspunkte mit Menschen mit Handicap hatte, darf sich trotzdem gerne bewerben. „Bei uns wird keiner ins kalte Wasser geschmissen“, verspricht Lisa Syberg. „Wir bieten allen Übungsleitern vorbereitend Kennenlerntermine sowie Schulungen zum Umgang mit Menschen mit Handicap, zur Pflege oder zur Ersten Hilfe an.“ Es besteht immer die Möglichkeit, in Gruppenangebote reinzuschnuppern, um einen Einblick in die Tätigkeit zu gewinnen.

Die Einsatzgebiete für Übungsleiter im Kreis Kleve sind Rees, Emmerich und Kalkar. Wer sich näher über die Stelle als Freizeitbegleiter informieren möchte, kann dies beim FuD Emmerich unter der Telefonnummer 0171-5658811 oder per E-Mail unter fud@lhun.de tun.